OT-Leitstand für kritische Infrastrukturen in Kommunen
Komplexe Anforderungen im Betrieb sicher beherrschen und umsetzen
Häufigere Eingriffe in Anlagen und Netze, wechselnde Betriebszustände sowie verschärfte regulatorische Vorgaben erhöhen den operativen Aufwand im Betrieb kommunaler Netze und Anlagen. Unterschiedliche Maßnahmen müssen oft parallel geplant, umgesetzt und dokumentiert sowie zwischen verschiedenen Verantwortungsbereichen abgestimmt werden. Der OT-Leitstand von Controlware verbindet technische Lösungen, Services und zusätzliches OT-, IT- und Security-Know-how zu einem Betriebsmodell, das interne Teams gezielt unterstützt und entlastet.
Stadtwerke, kommunale Versorger und Netzbetreiber betreiben Anlagen und Netze in gewachsenen Strukturen. Anlagen und Steuerungen sind auf lange Nutzungszyklen ausgelegt, während Kommunikationsinfrastrukturen und IT-Systeme deutlich kürzeren Innovations- und Erneuerungszyklen unterliegen. Daraus entstehen heterogene Systemlandschaften mit unterschiedlichen Anforderungen an Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung.
Mit der zunehmenden Integration von IT und OT steigen die Anforderungen an Sicherheit und Stabilität der gesamten System- und Anlagenarchitektur. Eingriffe an Steuerungen, Kommunikationsverbindungen oder Zugriffskonzepten betreffen in der Praxis mehrere Bereiche gleichzeitig. Wird etwa ein externer Fernzugriff eingerichtet, eine Segmentierung angepasst oder eine neue Komponente eingebunden, wirkt sich das auf das Monitoring, die Protokollierung und Freigaben sowie auf Berechtigungen aus. Informationen zu Anlagenzustand, Zugriffsrechten oder vorangegangenen Änderungen liegen dabei oft verteilt vor und werden für die jeweilige Maßnahme zusammengeführt.
Der zusätzliche Aufwand entsteht an den Übergängen zwischen Planung und Betrieb, zwischen Steuerungs- und IT-Systemen sowie zwischen technischer Umsetzung und formaler Freigabe. Maßnahmen müssen abgestimmt, vorbereitet und im laufenden Betrieb umgesetzt werden.
Schärfere Vorschriften und Fachkräftemangel
Stetig neue regulatorische Vorgaben erhöhen den Aufwand zusätzlich. Anforderungen aus dem IT-Sicherheitsgesetz 2.0, der NIS-2-Richtlinie sowie Normen wie IEC 62443 und ISO 27019 verlangen nachvollziehbare Abläufe, klare Zuständigkeiten und belastbare Nachweise. Sicherheitsanforderungen sind durchgängig in der Planung, der Umsetzung und im Betrieb zu berücksichtigen und technisch, organisatorisch sowie prozessual zu verankern.
Damit steigen zugleich die Anforderungen an die verfügbaren Kompetenzen. Qualifizierte Fachkräfte für OT, IT und Cybersecurity sind jedoch nur begrenzt verfügbar. Besonders selten sind Profile mit integrierter OT-/IT-Kompetenz und praktischer Betriebserfahrung.
Interne Teams gewährleisten den laufenden Betrieb und übernehmen zusätzliche Aufgaben im Bereich Sicherheit und Nachweisführung. Die wachsenden Anforderungen treffen damit auf begrenzte personelle Ressourcen. Für vertiefte Analysen, komplexe Anpassungen oder die Umsetzung regulatorischer Vorgaben fehlen im Tagesgeschäft häufig die erforderlichen Kapazitäten.
Der OT-Leitstand als integriertes Betriebsmodell
Der OT-Leitstand von Controlware ist ein integriertes Betriebs- und Servicemodell, das technische Lösungen, strukturierte Services und zusätzliche OT-, IT- und Security-Expertise zur Betriebsunterstützung zusammenführt. Bestehende Strukturen werden dort ergänzt, wo zusätzliche fachliche Tiefe oder personelle Kapazität erforderlich ist, ohne operative Verantwortung oder Entscheidungsbefugnisse zu verlagern.
Beratung, technische Umsetzung und operative Unterstützung sind eng miteinander verzahnt. Fachliche Bewertungen, technische Maßnahmen und organisatorische Anforderungen werden in klar definierten Abläufen aufeinander abgestimmt. So lassen sich komplexe Sachverhalte besser einordnen, Risiken frühzeitig bewerten und Maßnahmen gezielt vorbereiten, bevor sie im laufenden Betrieb umgesetzt werden.
Darüber hinaus ist der OT-Leitstand konsequent auf Datensouveränität ausgelegt. Betriebs- und sicherheitsrelevante Informationen verbleiben vollständig in der Hoheit des Betreibers und werden ausschließlich innerhalb klar definierter betrieblicher und regulatorischer Rahmenbedingungen verarbeitet. Die Zusammenarbeit mit deutschen und europäischen Technologiepartnern unterstützt die Einhaltung von Datenschutz- sowie Compliance-Vorgaben und schafft langfristige Planungssicherheit.
Hohe Transparenz und Prozesseffizienz
Damit zusätzliche Unterstützung im Alltag tatsächlich entlastet, sind feste Rollen und nachvollziehbare Übergaben erforderlich. Entscheidend ist, dass technische Maßnahmen, organisatorische Abläufe und Verantwortlichkeiten im Betrieb klar aufeinander abgestimmt sind.
Der OT-Leitstand lässt sich flexibel an unterschiedliche Betreiberstrukturen anpassen. Die Betriebsmodule des Modells decken zentrale technische Bereiche ab, etwa Netzwerk- und Firewall-Management, Monitoring, gesicherte Fernzugriffe, Backup und Restore oder Angriffserkennung. Darauf aufbauend unterstützen die Service-Module beim Umgang mit Störungen und Änderungen. Dazu zählen Incident-, Problem- und Change-Management, Reporting sowie Service-Level-Management. Ergänzend können Spezialmodule für vertiefte Analysen und komplexe Anforderungen eingebunden werden, beispielsweise OT-Härtung, Sicherheitsanalysen, Firewall-Reviews oder CIS-Benchmarking.
So entsteht Transparenz über Zustand, Aufwand und Verantwortlichkeiten. Störungen und Änderungen lassen sich strukturierter erfassen und dokumentieren. Gleichzeitig können regulatorische Anforderungen nachvollziehbar im Betrieb umgesetzt werden.
Gerade für Stadtwerke und kommunale Versorger ist diese Verlässlichkeit entscheidend. Sie müssen Anlagen und Netze stabil betreiben, neue Vorgaben umsetzen und zugleich wirtschaftlich mit knappen Fachressourcen umgehen. Ein modularer Ansatz ermöglicht es, Leistungen schrittweise zu ergänzen und an die bestehende Organisation anzupassen.
Lokales KI-Cockpit für schnellen Wissenszugriff
Neben effektiver Betriebsunterstützung spielt der Zugang zu Wissen eine wichtige Rolle. In vielen Organisationen existieren umfangreiche Dokumentationen, Richtlinien, Betriebsanweisungen und Erfahrungswerte. Im Ereignisfall oder bei seltenen Aufgaben sind relevante Informationen jedoch nicht selten nur mit hohem Aufwand zugänglich. Teams müssen Dokumentationen durchsuchen, Informationen abgleichen und Zusammenhänge prüfen, bevor Entscheidungen getroffen oder Maßnahmen eingeleitet werden können.
Das KI-Cockpit von Controlware ergänzt den OT-Leitstand als lokale Wissensbasis. Informationen werden im jeweiligen Betriebskontext bereitgestellt und können gezielt für Fragestellungen zu Konfigurationen, Änderungen oder vergleichbaren Situationen genutzt werden. Dadurch lässt sich vorhandenes Wissen schneller verfügbar machen und im Arbeitsalltag konsistenter nutzen.
Der Einsatz erfolgt lokal innerhalb der bestehenden Infrastruktur des Betreibers und ohne zusätzliche Cloud-Abhängigkeit. Datenschutz- und KRITIS-Anforderungen werden damit eingehalten. Das KI-Cockpit ersetzt keine fachlichen Bewertungen oder Entscheidungen, erleichtert jedoch den Zugriff auf betriebsrelevante Informationen.
Stabilität und Zukunftsfähigkeit im Betrieb
Für kommunale Betreiber und Versorgungsunternehmen geht es nicht allein darum, einzelne Anforderungen oder Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Entscheidend ist es, den Betrieb, die Sicherheit und Weiterentwicklungen langfristig miteinander zu verbinden. Anlagen und Netze müssen stabil betrieben, technische Veränderungen kontrolliert umgesetzt und sich ändernde regulatorische Anforderungen dauerhaft berücksichtigt werden.
Der OT-Leitstand schafft dafür die organisatorischen, technischen und fachlichen Voraussetzungen. Zusätzliche Expertise, klar definierte Abläufe und modulare Leistungen ermöglichen es, bestehende Teams gezielt zu ergänzen und komplexe Anforderungen im laufenden Betrieb zuverlässig umzusetzen.
Dadurch entstehen mehr Transparenz über technische und organisatorische Zusammenhänge sowie zusätzliche Planungs- und Investitionssicherheit. Modernisierungsschritte lassen sich gezielt vorbereiten und kommunale Netze und Anlagen langfristig wirtschaftlich und zukunftssicher weiterentwickeln.
Erfahrungsaustausch in der Praxis:
Controlware ExperTalk@Lunch im Juni 2026
Wie sich OT-Leitstand, KI-Cockpit und digitale Souveränität in konkreten Betriebsumgebungen umsetzen lassen, zeigt Controlware im Rahmen der Veranstaltungsreihe „OT/ICS-ExperTalk@Lunch Energiewirtschaft & Industrie“.
Im Mittelpunkt stehen Praxiserfahrungen und aktuelle Herausforderungen aus dem Alltag von Betreibern kritischer Infrastrukturen: Umgang mit Störungen, sichere Fernzugriffe, Anforderungen an Dokumentation und Nachweisführung, Entlastung interner Teams sowie der Einsatz des KI-Cockpits als lokale Wissensbasis.
Die Veranstaltungen bieten Raum für den fachlichen Austausch, konkrete Anwendungsfälle und Gespräche mit Expertinnen und Experten aus OT, IT und Security. Sie richten sich an Verantwortliche aus Stadtwerken, kommunalen Versorgungsunternehmen, Netzbetrieb, IT und Verwaltung, die den Betrieb kritischer Infrastrukturen sicher, nachvollziehbar und mit klarer Datensouveränität weiterentwickeln wollen.
Die Agenda der jeweiligen Veranstaltung ist über die Anmeldeseite abrufbar.
Termine:
02.06.2026 – Dietzenbach, ExperTeach GmbH
09.06.2026 – Hamburg, Intercity Hotel Dammtor
11.06.2026 – Meerbusch, Controlware GmbH
18.06.2026 – Stuttgart, Forum Haus der Architecktinnen und Architeckten (HdA)
23.06.2026 – Unterhaching, Holiday Inn Unterhaching
25.06.2026 – Wien, Rivergate
Weitere Informationen und Anmeldung:
Im OT-Leitstand werden Anlagenzustände, Meldungen und sicherheitsrelevante Ereignisse zentral überwacht und bewertet.
Zusätzliche Fachkompetenz unterstützt bei der Wartung, Diagnose und Störungsbearbeitung an Anlagen und entlastet interne Betriebsteams.
Das lokal betriebene KI-Cockpit macht vorhandenes Betriebswissen aus Dokumentationen und Richtlinien kontextbezogen nutzbar.
Über Controlware GmbH
Mehr als Technologie – Sicherheit durch Wissen, Integration und Partnerschaft.
Die Controlware GmbH gehört zu den führenden IT-Dienstleistern und Managed Service Providern in Deutschland. Das Unternehmen ist Teil der Controlware Gruppe mit über 1.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von nahezu 500 Millionen Euro. Seit der Gründung im Jahr 1980 unterstützt Controlware mittelständische und große Unternehmen sowie Behörden und öffentliche Einrichtungen bei der Planung, Umsetzung und dem Betrieb moderner IT- und OT-Infrastrukturen. Besonders hervorzuheben sind hier die Betreiber kritischer Infrastrukturen.
Das Leistungsportfolio umfasst Lösungen und Services in den Bereichen Network Solutions, Information Security, Data Center & Cloud, Collaboration, IT-Managementund Managed Services. Im Umfeld industrieller und kritischer Infrastrukturen verbindet Controlware technische Lösungen mit integrierter OT-, IT- und Security-Expertise.. Dazu zählen unter anderem OT-/ICS-Sicherheitskonzepte, OT-Leitstände, sichere Fernzugriffe, Monitoring, Cyber Defense Services sowie Unterstützung bei regulatorischen Anforderungen und dem sicheren Betrieb komplexer OT- und IT-Umgebungen.
Controlware bietet sowohl gezielte Betriebsunterstützung als auch vollständig verantwortete Managed Services für Cloud-basierte und On-Premises gehostete Netzwerk-, Security- und Data Center-Umgebungen. Ergänzend stehen Cyber Defense Services zur Verfügung.
Neben einem Vertriebs- und Servicenetz mit 14 nach ISO 9001 zertifizierten Standorten in der DACH-Region unterhält das Unternehmen internationale Partnerschaften. Das eigene Customer Service Center ist nach ISO 27001 zertifiziert. Seit vielen Jahren arbeitet Controlware eng mit führenden Herstellern und innovativen Technologiepartnern zusammen und ist bei diesen auf höchstem Qualifizierungsniveau zertifiziert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des Nachwuchses. Controlware kooperiert mit führenden Hochschulen und betreut kontinuierlich rund 50 Auszubildende und Studierende als Investition in die Kompetenz von morgen.
Kontakt
Christopher Gasteier
Teamleiter Business Development Operational Technology Controlware GmbH
Christopher Gasteier verantwortet als Business Development Manager bei Controlware die Weiterentwicklung der Geschäftsfelder IT-Management & Analytics sowie seit 2025 zusätzlich Operational Technology. Seine Schwerpunkte liegen in der Portfolioentwicklung, der Vermarktung der Lösungen sowie der fachlichen Unterstützung von Vertrieb und vertriebsnaher Technik. Zuvor war er in verschiedenen IT-Funktionen bei der Fraport AG tätig. Sein Profil verbindet eine akademische Ausbildung mit wirtschafts- und IT-nahem Schwerpunkt mit langjähriger Praxiserfahrung in komplexen OT-/IT-Umgebungen sowie kritischen Infrastrukturen.