Digitale Nachhaltigkeit:

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Optimale Integration in den Verwaltungsalltag

Optimale Integration in den Verwaltungsalltag

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Optimale Integration in den Verwaltungsalltag

Digitalisierung und digitale Nachhaltigkeit. Zwei Themen, die die ganze Welt und damit circa 7,6 Milliarden Menschen betreffen. Der digitale Wandel verändert das Leben von uns allen. Nicht nur bei der Arbeit, sondern auch zu Hause und im Miteinander. Die Digitalisierung bereichert, fordert und zwingt uns aber auch dazu, neue Lösungen zu finden. Auch in den Verwaltungen unserer Kommunen.

Wieso ist digitale Nachhaltigkeit wichtig?

Die meisten Menschen haben nicht nur ein digitales Endgerät, sondern mehrere. Vom Handy über den Laptop bis hin zum Smart-TV werden von einer Person in der Regel mehrere digitale Geräte genutzt. Damit unsere digitale Welt funktioniert, fließen jedes Jahr 1,5 Zettabyte an Daten durch Rechner, Server und Clouds. Damit all diese Daten verarbeitet werden können, braucht es Rechenzentren. Diese wiederum benötigen Strom, und zwar eine außerordentliche Menge.

Um zu verstehen, was für eine enorm große Datenmenge das ist, stellen Sie sich vor, die IT-Branche wäre ein Land. Mit einem Volumen von 1,5 Zettabyte hätte es den drittgrößten Stromverbrauch weltweit direkt hinter China und den USA, die auf dem 1. und 2. Platz liegen.

Für die Herstellung von Computern, Tablets und anderen elektronischen Geräten werden außerdem viele seltene Rohstoffe verbraucht. Da wir zudem unsere Geräte immer schneller durch neue Technologien ersetzen und davon nur einen geringen Teil recyceln, wächst der Elektroschrott-Berg unaufhaltsam weiter.

Dennoch hat die Digitalisierung unser Leben in vielerlei Hinsicht verbessert. Durch den digitalen Wandel sind wir in der Lage, schneller und einfacher zu kommunizieren, zu arbeiten und zu lernen. Er ermöglicht uns auch, neue Dinge zu entdecken und uns mit anderen Menschen auszutauschen. Doch damit diese Verbesserungen nicht zulasten von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft gehen, muss der digitale Wandel sorgfältig gesteuert und gestaltet werden.

Dazu ist es wichtig, dass wir uns bewusst machen, welche Chancen und Risiken die Digitalisierung mit sich bringt und diese dann entsprechend nutzen oder minimieren. Der digitale Wandel und das Prinzip Nachhaltigkeit sollten miteinander verbunden werden, nur so kommt die Digitalisierung unserem Leben weiterhin zugute, ohne dass wir darunter leiden.

Digitale Nachhaltigkeit - Welche Lösungen gibt es dafür?

Green-IT zum Beispiel. Green-IT ist Kommunikationstechnologie, die Ressourcen und Energie spart. Das fängt bei der Herstellung eines Laptops an, geht über die Nutzung von Servern in Rechenzentren und hört bei der Entsorgung von Altgeräten auf. Bei der Herstellung von Laptops wird zum Beispiel Recyclingmaterial verwendet und die Umwelt geschont. Weiterhin hilft beim Einsparen von Energie in Rechenzentren Datacenter Efficiency (DCE). Dabei handelt es sich um ein Konzept, das die Ressourceneffizienz in Rechenzentren verbessert und gleichzeitig Kosten spart. Es gibt verschiedene Wege, DCE umzusetzen. Unter anderem können Server virtualisiert oder Storage-Systeme optimiert werden. Auch der Umstieg auf grünen Strom ist möglich.

Digitale Nachhaltigkeit bedeutet auch, Produktionsprozesse ganz neu zu denken. Zum Beispiel in sogenannten Ultra-Effizienzfabriken. Diese neuartigen Fabriken stehen dort, wo Menschen wohnen, mit dem Ziel, eine symbiotisch-verlustfreie Produktion zu realisieren. Die Handlungsfelder Energie, Material, Emission, Mensch und Organisation werden hier aufeinander abgestimmt und optimiert. Der Fokus liegt nicht nur auf einer effektiven und effizienten Produktion, sondern auch darauf, die Umweltbelastung zu minimieren. Das bedeutet konkret: kurze Transportwege, weniger Lärm und Luftverschmutzung sowie mehr Arbeitsplätze in einer Region.

Auch das Klima kann mit digitaler Nachhaltigkeit geschützt werden. Denn smart grids, also intelligente Netze, sorgen dafür, dass Erzeugung und Verbrauch optimal aufeinander abgestimmt sind und dass grüner Strom auch dann fließt, wenn Sonne oder Wind schwächeln. Digitalisierung vernetzt und hält uns auf dem neuesten Stand. Moderne digitale Technologien helfen uns dabei, Daten nachhaltig zu nutzen, um Natur und Umwelt dank smarter Umweltdaten besser zu verstehen.

Ein weiteres Hilfsmittel, um digitale Nachhaltigkeit besser zu verstehen, ist Augmented Reality (erweiterte Realität). Die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung hilft uns dabei zu veranschaulichen, wie zum Beispiel der Klimawandel unsere direkte Umgebung verändert. So können wir den Menschen unser Wissen viel anschaulicher vermitteln, ihr Bewusstsein schärfen und sie aktiv an einer nachhaltigen Entwicklung beteiligen.

Digitale Nachhaltigkeit hilft also dabei:

  • Das Klima und die Umwelt zu schützen,
  • Rohstoffe und Energie zu sparen,
  • innovative Produktionsprozesse zu entwickeln,
  • die Energiewende voranzutreiben,
  • unseren Wissenshorizont zu erweitern,
  • den Menschen aktiv einzubinden und
  • ein gutes Leben zu ermöglichen.

Zur Verbesserung der nachhaltigen Entwicklung lassen sich sechs Themen festhalten, mit denen Sie es schaffen, ein gemeinsames Verständnis für die Digitalisierung in Ihrer Verwaltung sowie eine Strategie zu entwickeln.

Subsistenz

Durch die Nutzung vorhandener Strukturen und die Weiterentwicklung der Organisation durch nachhaltige Strategien kann die Verwaltung zukunftsfähig gemacht werden. Auf der Basis einer Organisationsanalyse ist es möglich, digitale Nachhaltigkeit strategisch in die Organisation, die Prozesse und die Kultur zu integrieren. Bereits durch die Schaffung eines digitalen Zusammenspiels vorhandener Systeme können Prozesse schneller, sicherer und nachhaltiger gestaltet werden.

Effizienz und Effektivität

Eine Steigerung der Effizienz und Effektivität kann erreicht werden, indem man Ressourcen einspart, weniger CO₂ ausstößt und dieses Ziel langfristig absichert. Auf der Grundlage der Erhebung des CO₂-Beitrags können Maßnahmen getroffen werden, wie das Aufspüren von Einsparungsmöglichkeiten und der Aufbau ressourcenschonender Verwaltungsstrukturen und -prozesse. Durch Automatisierungen mithilfe intelligenter Technologien können Prozesse so verändert werden, dass sie effizienter und effektiver werden.

Konsistenz und Suffizienz

Schließen Sie Kreisläufe, um Konsistenz und Suffizienz zu gewährleisten. Dabei steht vor allem der Aufbau digitaler Verbindungen zwischen und in Behörden im Fokus. Ziel ist, eine komplette, integrierte und vernetzte Verwaltungsstruktur zu kreieren. Mit dem Wissen um begrenzte Ressourcen hat ein sparsamer Rohstoffverbrauch die größte Bedeutung. Im Idealfall ist das Ziel, die Förderung eines daten- und evidenzbasierten Verwaltungshandelns in jeder öffentlichen Institution durch den Aufbau einer Data Driven Governance (DDG).

Resilienz

Resilienz heißt Widerstandsfähigkeit zu entwickeln, indem nicht nur eine bestimmte Reaktion auf Veränderungen zugelassen wird, sondern vor allem Strukturen etabliert werden, die krisensicher sind. Um der komplexen Welt besser begegnen zu können, werden die Geschwindigkeit und Multidimensionalität des Wandels erfasst. Dies erfolgt mit einem digitalen Echtzeit-, Trend- und Risiko-Monitoring. Gemeinsam mit einer zukunftsfähigen Strategie kann eine visionäre und verständliche Reaktion auf Unvorhergesehenes zugelassen und die Widerstandsfähigkeit gewährleistet werden.

Neben der digitalen Nachhaltigkeit können Sie in Ihrer Kommune mit gutem Beispiel vorangehen und noch weitere Nachhaltigkeitsziele erreichen, zum Beispiel indem Sie die folgenden Maßnahmen ergreifen:

  • Energieeinsparungen: Nutzen Sie Energiesparlampen und -geräte und reduzieren Sie die Heiz- und Kühlkosten.
  • Recycling: Trennen Sie Ihren Müll und entsorgen Sie ihn richtig.
  • Papierverbrauch reduzieren: Drucken Sie nur das Nötigste aus und verwenden Sie wiederverwertbares Papier.
  • Wasser sparen: Installieren Sie Wasserhähne mit Absperrventil und Durchlauferhitzer.
  • CO₂-Emissionen reduzieren: Fahren Sie weniger und nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel.
  • Nachhaltige Produkte: Kaufen Sie nachhaltig hergestellte Produkte und verwenden Sie wiederverwertbare Materialien.
  • Natürliche Ressourcen schonen: Verwenden Sie weniger Plastik und vermeiden Sie unnötigen Verpackungsmüll.

All diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Verwaltung nachhaltiger zu gestalten und die Umweltbelastung zu reduzieren.

Wichtig jedoch bei allen Handlungen, die Sie in Richtung digitaler Nachhaltigkeit gehen, ist: Der Mensch steht im Fokus, nicht die Strukturen. Alle Maßnahmen sollten so gestaltet werden, dass die Menschen mit eingebunden sind und die Motivation gesteigert wird.

Fazit

Kommunen müssen sich der Herausforderung der digitalen Nachhaltigkeit stellen. Diese Herausforderung ist vor allem eine finanzielle. Kommunen müssen in die Infrastruktur investieren, um die Umweltbelastung zu verringern und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Gleichzeitig müssen sie ihre Dienstleistungen an die Bedürfnisse der Gemeinde anpassen. Dies ist eine große Aufgabe, aber Kommunen haben die Macht, die Zukunft zu gestalten. Wenn wir die Herausforderung der digitalen Nachhaltigkeit annehmen, können wir unsere Umwelt schützen und unsere Lebensqualität verbessern.

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